Nubya Garcia
Geboren in Camden Town, London, hat sich Nubya Garcia in der britischen Jazzszene der 2010er Jahre als Tenorsaxophonistin, Komponistin und Dirigentin etabliert, in einer Landschaft, in der zeitgenössischer Jazz, afro-karibische Einflüsse, Broken Beat, Dub und Soul aufeinandertreffen. Ausgebildet u.a. am Camden Saturday Music Centre, im Tomorrow’s Warriors-Programm und später am Trinity Laban Conservatoire, entwickelt Nubya Garcia einen großzügigen, melodischen Stil, getragen von Kompositionen, die kreisende Grooves, modale Texturen und kollektive Improvisation betonen. Nach dem EP Nubya’s 5ive aus 2017 verfeinert sie diese Herangehensweise auf When We Are (2018) und später auf dem Album Source (2020), wo ihr Schreiben spirituellen Jazz, afrikanische Rhythmen und tief verankerte Basslinien verbindet. Parallel zu ihrer Arbeit als Leader beteiligt sie sich an mehreren prägenden Formationen der neuen Londoner Szene, insbesondere Nerija, ein überwiegend weibliches Kollektiv, Maisha, Afro-Jazz ausgerichtet, sowie London Brew. Sie trat auch auf Bühnen auf wie dem Winter Jazzfest in New York, dem Jazzfest Berlin, Love Supreme oder den BBC Proms. Mit Odyssey, 2024 erschienen, setzt Nubya Garcia ihren Weg fort, centriert auf offeneren Jazz, der zeitweise auch orkestral ist, aber stets verbunden bleibt mit dem Rhythmus-Impulse und der instrumentalen Narration.