Bernard Lavilliers
Geboren 1946 in Saint‑Étienne, etablierte sich Bernard Lavilliers in den 1970er Jahren auf der französischen Szene, indem er Chanson, Rock und lateinamerikanische Einflüsse verband. Als ehemaliger Arbeiter und Vielreisender speiste er seine Texte früh aus Hafen‑ und Vagabundenerzählungen sowie aus sozialen Realitäten und pflegte eine Vorliebe für urbane und maritime Stimmungen. Zwischen Paris und zahlreichen Auslandsaufenthalten entwickelte er ein Repertoire, in dem französische Chanson mit Reggae, brasilianischen Rhythmen, karibischen Klängen und jazzigen Nuancen verschmilzt, oft in orchestrierten Arrangements und offen für Weltmusik. Ab Ende der 1970er Jahre verhalfen Alben wie „O gringo" (1980) und „État d'urgence" (1983) ihm zu einer festen Position auf Konzert‑ und Festivalbühnen in Frankreich und im frankophonen Raum. Die 1990er und 2000er Jahre setzten diesen Weg mit kontinuierlicher Studioarbeit — insbesondere „Carnets de bord" (2004) — und anhaltender Bühnenpräsenz fort. Er nahm weiterhin Alben auf bis „Clair‑obscur" (2021) und hielt dabei ein Gleichgewicht zwischen erzählerischer Liedkunst, rhythmischen Öffnungen und gelegentlichen Kooperationen mit Musikern verschiedenster Herkunft.
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