Soweto Kinch

Geboren 1978 in London und lange mit Birmingham verbunden, entwickelt Soweto Kinch eine musikalische Sprache an der Schnittstelle von britischem Jazz und Hip‑Hop, in der er Alt‑ oder Tenorsaxophon, Rap und erzählerisches Schreiben vereint. Früh ausgebildet, über das Programm Tomorrow’s Warriors und das Kollektiv Jazz Jamaica All Stars von Gary Crosby, setzte sich Soweto Kinch Anfang der 2000er Jahre mit dem Soweto Kinch Trio – an der Seite von Michael Olatuja und Troy Miller – durch und spielte auf Bühnen wie Ronnie Scott’s, dem Royal Festival Hall und dem Cheltenham Jazz Festival. Seine Musik verbindet Improvisation, Groove, Spoken Word und soziale Beobachtung und zeigt eine ausgeprägte Vorliebe für konzeptionelle Formate. Dieser Ansatz zieht sich durch Veröffentlichungen wie Conversations with the Unseen (2003), A Life in the Day of B19: Tales of the Tower Block (2006), War in a Rack (2009), The New Emancipation (2010), The Legend of Mike Smith (2013), Nonagram (2016) und The Black Peril (2019). Neben seinen Konzerten hat Soweto Kinch auch als Vermittler im Radio gearbeitet, zunächst als Moderator von Jazz Now auf BBC Radio 3 und ab 2024 von ’Round Midnight. Zwischen zeitgenössischem Jazz, dem Erbe der Black British‑Community und rap‑nahen Formen hat Soweto Kinch in mehr als zwanzig Jahren eine eigenständige Laufbahn in der britischen Szene aufgebaut.

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Feb. 7, 2018