Grupo Niche

Gegründet 1979 in Bogotá vom Komponisten und musikalischen Leiter Jairo Varela gemeinsam mit dem Posaunisten Alexis Lozano, etablierte Grupo Niche sich schnell als kolumbianisches Salsa‑Orchester, das mit der Szene in Cali verbunden ist, wo die Gruppe sich Anfang der 1980er Jahre niederließ. Die Besetzung, aufgebaut um eine große Brass‑Sektion, afro‑karibische Perkussion und mehrere Sänger, entwickelte einen Stil, der sogenannte 'salsa dura', gefühlvollere Stücke und beschreibende Lieder vereint, die vom städtischen Leben und den Pazifikregionen Kolumbiens inspiriert sind. Grupo Niche machte sich mit Titeln wie 'Buenaventura y Caney' und mit dem Album No hay quinto malo (1984) bemerkbar, das 'Cali Pachanguero' enthält — einen Song, der zum Symbol der Salsa aus Cali wurde — und setzte die Entwicklung mit Cielo de tambores (1990) fort, das Stücke wie 'Una aventura' und 'Busca por dentro' enthält. Im Laufe der Jahrzehnte erneuerte die Gruppe ihre Sänger, unter anderem mit Stationen von Tito Gómez und Charlie Cardona, während sie die kollektive Chorarbeit und die charakteristischen rhythmischen Arrangements beibehielt. Sehr aktiv auf der Bühne absolvierte das Orchester zahlreiche Tourneen in Lateinamerika, Europa und Nordamerika und präsentierte ein Repertoire, das soziale Chroniken, festliche Feiern und Porträts kolumbianischer Städte vereint. Nach dem Tod von Jairo Varela 2012 in Cali setzte Grupo Niche seine Arbeit unter der musikalischen Leitung des Trompeters José Aguirre fort, der die salsaorientierte Ausrichtung des Ensembles beibehielt.

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