Hugues Aufray
Hugues Aufray, geboren 1929 in Neuilly-sur-Seine, entwickelte bereits in den 1950er Jahren eine Laufbahn als Interpret und Autor, die ihn dauerhaft in der frankophonen Chansonszene verankerte. Nach Anfängen im Kabarett und einer ersten Anerkennung um die 1960er Jahre setzte er sich mit Titeln durch, die ihn auf große Bühnen in Frankreich und international führten. Die Auseinandersetzung mit dem Repertoire von Bob Dylan markierte einen wichtigen Wendepunkt: Aufray adaptierte mehrere Stücke des amerikanischen Songwriters ins Französische und veröffentlichte 1965 das Album Aufray chante Dylan, das zu einem seiner markantesten Platten wurde. Im folgenden Jahrzehnt verfolgte er zahlreiche Projekte und nahm prägnante Alben wie Hugues Aufray (1964), Le Cœur gros (1971) und Transatlantic (1977) auf, während er gleichzeitig seine Präsenz im Radio und im Fernsehen festigte. Die 1980er und 1990er Jahre setzten diese Entwicklung mit Alben wie Atlantique (1988) und Hugues (1994) sowie intensiven Tourneen in Frankreich und im Ausland fort. Auch in den 2000er- und 2010er-Jahren kehrte Aufray regelmäßig ins Studio zurück, unter anderem mit New Yorker (2009) und Troubador Since 1948 (2011), und setzte die Arbeit an Anpassungen, am Schreiben und an der Überarbeitung seines eigenen Katalogs fort. Parallel dazu engagierte er sich in diversen Gemeinschaftsprojekten und nahm mehrere Kollaborationen auf, die seine Verwurzelung in verschiedenen Künstlergenerationen zeigen. Weiterhin aktiv, hält er eine beständige Bühnenpräsenz mit Jubiläumstourneen und Konzerten, die sein gesamtes Schaffen in den Mittelpunkt stellen. Mehr als siebzig Jahre nach seinen Anfängen bleibt Hugues Aufray mit einem umfangreichen Werk verbunden, geformt durch eine Abfolge von Projekten, Alben und Begegnungen, die eine lange, anerkannte und fest in der Geschichte der französischen Chanson verwurzelte Karriere geschaffen haben.
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