DJ Krush

Geboren 1962 in Tokio als Hideaki Ishi, prägte sich DJ Krush in den frühen Jahren des japanischen Hip‑Hop — zunächst über Breakdance‑Crews und Ende der 1980er Jahre mit dem Kollektiv Krush Posse. DJ Krush entwickelte früh eine instrumentale Herangehensweise an Hip‑Hop, die auf langsamen oder gebrochenen Rhythmen, dunklen Texturen, Dub‑ und Ambient‑Atmosphären sowie einem ausgeprägten Einsatz von Jazz und Soul basiert. Diese Ästhetik nahm Gestalt an mit Krush (1994) und setzte sich auf Strictly Turntablized und Meiso (1995) fort, veröffentlicht zu einer Zeit, in der DJ Krush auch auf europäischen und nordamerikanischen Szenen im Umfeld von Trip‑Hop, abstraktem Hip‑Hop und Downtempo unterwegs war. Seine Diskographie wechselt seitdem zwischen Soloalben und eher übergreifenden Projekten, darunter Ki‑Oku (1996) mit dem Trompeter Toshinori Kondo, sowie Kakusei (1998), Zen (2001), Shinso (2002) und Jaku (2004). Nach kontinuierlicher Bühne‑ und Produktionsarbeit veröffentlichte er Butterfly Effect (2015), Kiseki (2017), Cosmic Yard (2018) und Trickster (2020). DJ Krushs Werdegang ist weiterhin mit einem atmosphärischen, präzisen und oft kontemplativen Hip‑Hop verbunden, der sowohl zum Hören als auch zum Mixen konzipiert ist.

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