Alan Doyle
Verwurzelt in Petty Harbour, einem Fischerdorf in Neufundland und Labrador (Kanada), profilierte sich Alan Doyle Anfang der 1990er-Jahre zunächst als Sänger, Gitarrist und Hauptsongwriter der Folk-Rock-Band Great Big Sea, einer Formation, die traditionelle Lieder aus Atlantik-Kanada mit keltischen Einflüssen und Pop-Rock-Energie verbindet. Nach zwei Jahrzehnten intensiven Tourens mit Great Big Sea startete Doyle 2012 eine Solokarriere mit dem Album „Boy on Bridge“, gefolgt von „So Let’s Go“ (2015) und „A Week at the Warehouse“ (2017). Dabei erweiterte er sein Songwriting in eine persönlichere Richtung, blieb jedoch den maritimen Klangfarben, mitreißenden Refrains und in der zeitgenössischen Folk-Tradition verwurzelten Arrangements treu. Die EPs „Rough Side Out“ (2020) und „Back to the Harbour“ (2021) führen diese Erkundung fort – zwischen akustischen Balladen, Call-and-Response-Stücken und rockigeren Titeln, häufig inspiriert vom Küstenleben und den Kulturen Ostkanadas. Parallel zu seiner Arbeit als Singer-Songwriter kooperiert Doyle gelegentlich mit anderen Musikerinnen und Musikern der englischsprachigen Folk- und Rockszene und tritt in Film und Fernsehen auf, was die erzählerische Bildsprache seiner Songs befeuert. Zwischen traditionellem Erbe und zugänglichen Pop-Formaten hat Alan Doyle so einen Weg geschaffen, auf dem die Musik Neufundlands im nordamerikanischen Landschaftsbild dauerhaft verankert ist.
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