London Contemporary Orchestra
Gegründet in London im Jahr 2008 von Robert Ames und Hugh Brunt, die noch immer die künstlerische Leitung und Geschäftsführung teilen, hat sich das London Contemporary Orchestra als Ensemble etabliert, das sich in einem weiten Sinn der zeitgenössischen Musik widmet — zwischen orchestraler Komposition, Minimalismus, experimentellen Texturen, Ambient und dem Dialog mit elektronischer Musik. Bereits zu Beginn in St Luke’s führte das Ensemble Werke von Xenakis, Saariaho, Thomas Adès, Messiaen und Jonny Greenwood auf, bevor es in Spielstätten wie dem Barbican, dem Southbank Centre, dem Roundhouse, der Royal Opera House und dem Unsound-Festival sowie in unkonventionellen Räumen gastierte. Das London Contemporary Orchestra hat zudem eine bedeutende Tätigkeit im Bereich Filmmusik entwickelt und für Filme wie The Master (2012), Macbeth (2015), Moonlight (2016), Suspiria (2018) und The Two Popes (2019) aufgenommen. Das Kollektiv arbeitete mit Künstlern wie Actress, Matmos, Foals, Frank Ocean, Thom Yorke und Radiohead zusammen und ist deutlich vertreten auf A Moon Shaped Pool (2016), Anima (2019) sowie in Projekten von The Smile. 2015 erhielt das London Contemporary Orchestra den RPS Music Award in der Kategorie Ensemble; 2022 hinterließ es im Barbican mit einem durchgehenden 24‑stündigen Konzert einen bleibenden Eindruck.
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