Salebarbes
Getragen von Musikern aus Akadien, insbesondere aus New Brunswick und den Magdalen-Inseln, erkundet Salebarbes ein französischsprachiges Repertoire, das in den Traditionen Akadiens und Louisianas verwurzelt ist. Die Gruppe vereint mehrere Singer-Songwriter, die bereits in der kanadischen Szene aktiv sind, und teilt sich Gesang und Aufgaben in einem kollektiven Projekt mit Schwerpunkt auf Folk- und Cajun-Musik, mit Anklängen an Country und Rock. Salebarbes machte sich zunächst live einen Namen, bevor die Band ihren Ansatz auf Tonträger festhielt: mit Live au Pas Perdus (2019), einem Konzertmitschnitt, gefolgt von Gin à l’eau salée (2021), das die Mischung aus Eigenkompositionen und Stücken aus dem traditionellen Repertoire weiter vertieft, sowie À boire deboutte (2023). Die Arbeit von Salebarbes stützt sich auf tanzbare Rhythmen, vielstimmige Chöre und den ausgeprägten Einsatz der französischen Umgangssprache aus Akadien, bei zugleich zugänglichen Songstrukturen. Auf dem Festivalcircuit und in mittelgroßen Spielstätten in Kanada präsent, entwickelt Salebarbes eine Ästhetik, die Festmusik, Volksgedächtnis und die zeitgenössische frankophone nordamerikanische Kultur miteinander verbindet.