Steve Coleman
Als Altsaxophonist und Komponist, geboren 1956 in Chicago, entwickelt Steve Coleman seit Anfang der 1980er Jahre einen Jazzansatz, der sich auf rhythmische Systeme und die Struktur der Improvisation konzentriert. Nach seiner Zeit im Orchester von Thad Jones und Mel Lewis zog er nach New York, beteiligte sich an der Club‑ und Loftszene und gründete schließlich das Kollektiv M‑Base, das mehrere Musiker um Überlegungen zu kollektiver Schöpfung und Formen afroamerikanischer Musik versammelt. Als Leiter seiner Gruppe Five Elements nahm er 1985 Motherland Pulse auf und veröffentlichte anschließend eine Reihe von Alben, in denen zeitgenössischer Jazz, Funk, komplexe Metriken und zyklische Grooves aufeinandertreffen, bis hin zu Werken wie Harvesting Semblances and Affinities (2010), Functional Arrhythmias (2013), Synovial Joints (2015) und Morphogenesis (2017). Seine Arbeit integriert Einflüsse aus Reisen und Recherchen zu Traditionen der afrikanischen Diaspora, insbesondere in Westafrika, Kuba und Indien, und stützt sich auf regelmäßige Kooperationen mit Musikern wie Dave Holland und Cassandra Wilson. Colemans Kompositionsstil, häufig für kleine Formationen gedacht, verbindet kantige melodische Linien, Polyrhythmik und kollektive Improvisation in einem Rahmen, in dem Komposition als Matrix für Echtzeit‑Variationen dient.
Kommende Veranstaltungen 1
Vergangene Veranstaltungen 4
| Juli 10 |
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| Nov. 14, 2018 |
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