The Abyssinians

The Abyssinians, geboren Ende der 1960er in Kingston, Jamaika, etablierten sich als Vokaltrio des Roots-Reggae, getragen von Bernard Collins und den Brüdern Donald und Lynford Manning. Stark geprägt waren sie von amerikanischer Soulmusik (etwa Sam Cooke oder Curtis Mayfield) sowie von Gospel-Harmonien. Bereits 1969 traten The Abyssinians in die Übergangsphase vom Rocksteady zum Roots ein, mit Titeln wie „Satta Massagana“, das zunächst für Coxsone Dodds Studio One aufgenommen und später auf ihrem Label Clinch veröffentlicht wurde und die Gruppe in der Reggae-Szene verankerte. Der Stil der Band zeichnet sich durch enge Harmonien, ein meditatives Tempo, tiefe Basslinien und ein rastafarisches Imaginaire aus, das biblische Bezüge und amharische Begriffe einbezieht und den Liedern eine zugleich spirituelle und soziale Dimension verleiht. Die Alben Forward On To Zion (1976) und Arise (1978) dokumentieren diesen Studioklang und begleiteten die Präsenz des Trios auf jamaikanischen und europäischen Bühnen, trotz wechselnder Besetzungen um Collins und die Mannings. In den 1990er-Jahren wiederbelebt—unter anderem mit dem Album Reunion (1998)—tritt The Abyssinians weiterhin in variierenden Besetzungen auf und pflegt einen Reggae-Ansatz, der auf Chorgesang und rastafariische Hymnen setzt.

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