Steve Vai
Geboren in Carle Place, New York, entwickelte Steve Vai schon früh ein Gitarrenspiel, das von Rock, Hardrock, Heavy Metal und einer ausgeprägten progressiven Kompositionsweise geprägt ist. Unter anderem von Joe Satriani ausgebildet, begann er Ende der 1970er Jahre seine professionelle Laufbahn als Transkribent für Frank Zappa, bevor er von 1980 bis 1983 in dessen Band spielte — eine entscheidende Phase für sein Verhältnis zu Komposition und komplexen Rhythmen. Nach seinem ersten Soloalbum Flex-Able (1984) spielte er bei Alcatrazz, schloss sich David Lee Roth auf Eat ’Em and Smile (1986) und Skyscraper (1988) an und war 1989 auf Whitesnakes Slip of the Tongue zu hören. Parallel dazu baute Vai eine persönliche Diskographie auf, die dichten, melodischen instrumentalen Rock in den Mittelpunkt stellt, mit schnellen Phrasen, Harmonien, dynamischen Wechseln und Strukturen, die mitunter dem Progressive Metal nahekommen. Passion and Warfare (1990) gilt als bedeutender Meilenstein dieser Phase, gefolgt von Sex & Religion (1993), Fire Garden (1996), The Ultra Zone (1999), Real Illusions: Reflections (2005), The Story of Light (2012), Modern Primitive (2016), Inviolate (2022) und Vai/Gash (2023). Auf den G3-Touren, im Beat-Projekt rund um das Repertoire von King Crimson aus den 1980er Jahren sowie in zahlreichen Studio- und Live-Kollaborationen bleibt Steve Vai ein ständig weiterentwickelndes, sehr charakteristisches instrumentales Sprachrohr.
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