Stephan Eicher

Nahe bei Bern 1960 geboren, entwickelte Stephan Eicher früh Interesse für Punk und New Wave, bevor er sich der Chanson-Musik zuwandte. Zunächst war er Anfang der 1980er Jahre in der Schweizer Band Grauzone aktiv, die ein minimalistisches, elektronisches Klangbild pflegte. Danach startete er eine Solokarriere und veröffentlichte 1983 Les Chansons bleues und 1985 I Tell This Night, in denen er Englisch, Deutsch und Französisch mischte. Mit Silence (1987) und vor allem mit Engelberg (1991) und Carcassonne (1993) etablierte Stephan Eicher sich nachhaltig in der frankophonen Chansonszene, indem er melancholische Texte mit pop-, rock- und folkigen Arrangements verband. Die langjährige Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Philippe Djian, der seit Ende der 1980er Jahre viele Texte beisteuerte, prägt einen großen Teil seines Repertoires. Über die Alben von Taxi Europa (2003) bis Eldorado (2007), L’Envolée (2012) und Homeless Songs (2019) wechselt er zwischen intimen Liedern, aufwändigeren Orchestrierungen und Einschlägen in eine popnahe, elektronisch gefärbte Klangwelt. Er singt auf Französisch, Deutsch, Englisch und Schweizerdeutsch und arbeitet häufig mit Musikern aus der europäischen Rock- und Jazzszene zusammen; so ist ein Werk entstanden, in dem die Liedermachertradition auf vielfältige Einflüsse von akustischer Folkmusik bis zur zeitgenössischen Popmusik trifft, sowohl auf der Bühne als auch im Studio.

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