Philip Catherine
Geboren 1942 in London als Sohn einer Engländerin und eines Belgiers und nach einem Zwischenaufenthalt in Deutschland in Brüssel aufgewachsen, etablierte sich Philip Catherine früh in der europäischen Jazzszene mit einem gitarristischen Spiel, das durch singende Phrasierung besticht und gleichermaßen von Georges Brassens wie von Django Reinhardt genährt ist. Bereits Ende der 1950er Jahre beruflich aktiv, tourte er Anfang der 1960er mit dem Organisten Lou Bennett und traf später auf Dexter Gordon und Stéphane Grappelli, bevor er 1969 mit einem von ihm und Jacques Bekaert geleiteten Sextett zum Montreux Jazz Festival eingeladen wurde. Anfang der 1970er schloss er sich Jean‑Luc Pontys Experience an und gründete gemeinsam mit Charlie Mariano und Jasper van’t Hof die Gruppe Pork Pie — ein Projekt, das modernen Jazz, Swing, Fusionsakzente und europäischen Lyrismus vereint. Seine Begegnung mit Larry Coryell markierte einen weiteren Meilenstein: Auftritte als Duo und die Alben Twin House (1977) und Young Django (1978) führten ihn auch zu Aufnahmen mit Charles Mingus. Im Laufe der Jahrzehnte wechselte Philip Catherine zwischen akustischen und elektrischen Formationen, Duo‑ und Trio‑Besetzungen sowie orchestralen Projekten; zu seinen Alben zählen Guitars (1975), Babel (1980), Transparence (1986), Blue Prince (2000), New Folks (2014), La belle vie (2019) und Pourquoi (2022).
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