Paul Weller

Geboren in Woking, Surrey, prägt Paul Weller die britische Popmusik seit Mitte der 1970er Jahre und hat dabei mehrfach Umfeld und Ästhetik gewechselt. Als Kopf des Trios The Jam setzte er Ende der 1970er Jahre eine nervöse, zwischen Punk, New Wave und Mod-Revival angesiedelte Songschreibweise durch, die von Soul und sozialer Chronik Englands beeinflusst war. Nach der Auflösung der Band 1982 gründete er ein Jahr später mit Mick Talbot The Style Council, ein offeneres Projekt, in dem sich anspruchsvolle Popmusik, Blue‑Eyed Soul, Jazz, Funk und gegen Ende auch House zu einem Mix verbanden. Seine Solokarriere begann Anfang der 1990er mit Paul Weller (1992) und festigte sich durch Wild Wood (1993), Stanley Road (1995) und Heavy Soul (1997) — Alben, in denen er melodischen Rock, Folk, Rhythm and Blues und Soul in einem direkteren Format zusammenführte. Im Laufe der Jahre erweiterte Weller sein musikalisches Vokabular weiter, von 22 Dreams (2008) über Wake Up the Nation (2010), das von einer Wiedervereinigung mit Bruce Foxton geprägt war, bis zu On Sunset (2020) und 66 (2024). Sein Werdegang umfasst zudem Kooperationen mit Noel Gallagher, Terry Callier und Death in Vegas sowie eine beständige Präsenz auf den britischen Rock-, Pop- und Soulszenen.

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