Los Campesinos!

2006 in Cardiff um Studierende der Cardiff University gegründet, fiel Los Campesinos! zunächst mit schnellem, dichtem Gitarren-indiepop auf, getragen von den Stimmen Gareth Paiseys und zeitweise mehreren weiblichen Gegenstimmen sowie von Keyboard-, Geigen- und Perkussionsarrangements, die dem Klang eine sofort erkennbare Färbung verleihen. Nach einer ersten Phase mit online verbreiteten Demos und Auftritten im Vereinigten Königreich veröffentlichte die Band 2008 Hold on Now, Youngster... und noch im selben Jahr We Are Beautiful, We Are Doomed, bevor sie mit Romance Is Boring (2010) und Hello Sadness (2011) ihr Spektrum erweiterte, wobei das Songwriting düsterer und der Indie-Rock massiver wurde. Die Band erlebte mehrere Besetzungswechsel – unter anderem stiegen Kim Paisey 2009 sowie Rob Taylor und Jason Adelinia 2010 ein – ohne die Kontinuität zu unterbrechen, die von Gareth Paisey, Neil Turner und Tom Bromley geprägt ist. No Blues (2013), Sick Scenes (2017) und All Hell (2024) setzen diese Entwicklung fort: nervöse Popmomente, eingängige Melodien und kunstvoll ausgearbeitete Texte, verbunden mit einer Karriere, die sowohl in der britischen Indieszene verankert ist als auch auf Tourneen in Europa und Nordamerika beruht.

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