Lloyd Cole
In Glasgows Indie‑Szene Anfang der 1980er Jahre geprägt, erlangte Lloyd Cole zunächst Bekanntheit als Sänger und Hauptsongwriter von Lloyd Cole and the Commotions, einer Band, die er während seines Studiums an der University of Glasgow gründete. Geboren 1961 in Buxton, England, entwickelte Cole mit den Commotions eine Mischung aus melodischem Pop‑Rock und literarisch geprägtem Jangle‑Pop, die besonders durch das Album Rattlesnakes (1984) geprägt wurde, gefolgt von Easy Pieces (1985) und Mainstream (1987). Ende der 1980er Jahre zog Lloyd Cole in die Vereinigten Staaten und startete eine Solokarriere, in der er ein intimeres Songwriting zwischen Folk‑Rock, anspruchsvoller Popmusik und elektrischen Balladen verfeinerte, hörbar auf Platten wie Lloyd Cole (1990), Don’t Get Weird on Me Babe (1991) und Love Story (1995). Später in Massachusetts ansässig, wechselte er zwischen Bandprojekten und Solowerk, wandte sich Anfang der 2000er Jahren stärker akustischen Formen zu und experimentierte zugleich mit instrumentalen und elektronischen Stimmungen, etwa auf Plastic Wood (2001) und in der Zusammenarbeit Selected Studies Vol. 1 mit Hans‑Joachim Roedelius (2013). Seine jüngeren Alben, darunter Standards (2013), Guesswork (2019) und On Pain (2023), setzen diese Schreibweise an der Schnittstelle von Independent‑Rock, Adult‑Pop und reduktiveren Experimenten fort, die er regelmäßig solo oder mit Band live präsentiert.
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