Laurent de Wilde
Geboren 1960 in Washington, begann der französische Pianist Laurent de Wilde als Autodidakt, bevor er 1983 nach New York ging, um den Jazz zu vertiefen. Dort blieb er fast acht Jahre und nahm zwischen 1986 und 1995 seine ersten Alben als Bandleader auf. Seine Arbeit ist zunächst in einem akustischen Register verankert, geprägt von Bop, Hard Bop und der Tradition des Piano-Trios; ab den 2000er-Jahren entwickelt sie sich hin zu einer Ästhetik, in der Improvisation mit repetitiven Pulsationen, elektronischen Texturen und offeneren Formen in Dialog tritt. Laurent de Wilde spielte in unterschiedlichsten Besetzungen — vom Solo über Trio und Piano-Gesangs- oder Piano-Theater-Duos bis hin zu größeren Ensembles — und behielt dabei den Jazz als zentralen Bezug. Zu seinem Werdegang gehören außerdem Kooperationen mit Jacques Gamblin, Abd Al Malik und Ray Lema, mit dem er ein Repertoire für zwei Klaviere erarbeitete. 1996 veröffentlichte er ein Buch über Thelonious Monk; heute teilt Laurent de Wilde seine Arbeit zwischen eigenen Projekten und einem festen Trio mit Jérôme Regard am Kontrabass und Donald Kontomanou am Schlagzeug.
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