I Mother Earth
Seit den frühen 1990er Jahren in Toronto, Kanada, aktiv, entwickelte sich I Mother Earth um die Brüder Jagori und Christian Tanna, die das Projekt als eine Alternative-Rock-Band mit ausgeprägter rhythmischer Identität formten. Zunächst getragen von Edwin Ghazals Stimme, machte I Mother Earth mit dem Album 'Dig' (1993) auf sich aufmerksam, in dem kraftvoller Rock mit Funk- und Psychedelic-Einflüssen sowie einer deutlichen Vorliebe für lange instrumentale Passagen verschmilzt. Die Band setzte diese hybride Linie mit 'Scenery and Fish' (1996) fort und festigte damit eine Ästhetik aus präsenten Gitarren, zahlreicher Perkussion und Songstrukturen, die gelegentlich an Progressive Rock erinnern. Nach Edwin Ghazals Weggang 1997 leitete der neue Sänger Brian Byrne eine neue Phase ein, die sich auf 'Blue Green Orange' (1999) und 'The Quicksilver Meat Dream' (2003) niederschlug; hier ging I Mother Earth klanglich in eine dunklere, experimentellere Richtung, blieb dabei jedoch im Kern dem Alternative Rock und melodischen Hardrock verhaftet. Die Band legt immer wieder Pausen in ihrer Live- und Veröffentlichungsaktivität ein, reformierte sich punktuell in den 2010er-Jahren — mitunter mit beiden früheren Sängern — und veröffentlichte neue Stücke als Singles. So hält die Gruppe eine nachhaltige Verbindung zur kanadischen Rockszene und verbindet das Erbe der 1990er mit zeitgenössischen Neuinterpretationen ihres Mixes aus Alternative Rock, Funk und Psychedelic.
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