Jan Garbarek
Geboren 1947 in Mysen, Norwegen, und aufgewachsen in Oslo, setzte Jan Garbarek sich bereits Ende der 1960er Jahre in der europäischen Jazzszene durch mit einem Saxophonspiel von klarem, oft spannungsreicher Klangfarbe, das auf langen Tönen, Raum und großer Sparsamkeit in den Mitteln beruht. Zunächst auf Aufnahmen von George Russell aufgefallen, entwickelte Garbarek später bei ECM eine Laufbahn, die modernen Jazz, Avantgarde, skandinavische Folklore, Ambient-Formen und außereuropäische Repertoires verbindet. Alben wie Afric Pepperbird (1971), Triptykon (1973), Dis (1977), Twelve Moons (1993) oder In Praise of Dreams (2004) dokumentieren diese Entwicklung hin zu einer offeneren Schreibweise, in der Improvisation mit kontemplativen Atmosphären und von nordischen Traditionen inspirierten Melodien in Dialog tritt. Garbarek war außerdem viel auf Jazz- und genreübergreifenden Bühnen unterwegs, unter anderem durch seine Zusammenarbeit mit Keith Jarrett im europäischen Quartett auf Belonging (1974) und My Song (1978), aber auch mit Ralph Towner, Bill Frisell, Eberhard Weber, Trilok Gurtu und Zakir Hussain. Mit The Hilliard Ensemble verlegte Garbarek sein Vokabular zudem in Richtung einer Begegnung von Saxophon und Alter Musik auf Officium (1994), Mnemosyne (1999) und Officium Novum (2010).
kommende Veranstaltungen 1
31. Summer Jazz Festival Kraków: Jan Garbarek Group feat. Trilok Gurtu
- So., Juni 28
- Kino Kijów