Arcángel
Geboren 1977 in Huelva, entwickelte Arcángel früh einen flamenco–Gesang, geprägt vom Hören der großen andalusischen Stimmen, und begann bereits in seiner Jugend beruflich aufzutreten. Der Cantaor Arcángel steht in der Tradition des cante jondo, erkundet gleichzeitig aber offenere Formen, in denen klassische Palos neben einer Liedtradition stehen, die von spanischem Liedgut und Rock beeinflusst ist. Seine Diskografie beginnt mit dem Album „Arcángel“ (2001), gefolgt von unter anderem „La calle perdía“ (2004), „Ropavieja“ (2007), „Quijote de los sueños“ (2011), „Tablao“ (2015), „Al este del cante“ (2017), das bei den Latin Grammy Awards gewürdigt wurde, und „Hereje“, einem Projekt, in dem Arcángel Autoren und Komponisten wie Leiva, Juanes, Vetusta Morla oder Vanesa Martín einlädt, mit dem Flamenco in Dialog zu treten. Auf der Bühne tritt Arcángel in spezialisierten und allgemeinen Theatern und Festivals in Europa, den Vereinigten Staaten, Lateinamerika und dem Maghreb auf — vom Carnegie Hall in New York bis zum Sadler’s Wells in London. Sein Werdegang ist geprägt von Kooperationen mit Musikern, Sängerinnen und Sängern sowie Bailaores unterschiedlicher Generationen und von Beteiligungen an transversalen Projekten wie dem Musikspielfilm „Jesucristo Flamenco“ von Francisco Javier Gutiérrez.