Dizzee Rascal
Geboren in London und aufgewachsen in Bow im Osten der britischen Hauptstadt, machte Dizzee Rascal Anfang der 2000er Jahre in der Folge der Piratenradios von sich reden — zunächst als Drum-and-Bass-DJ, später als MC und Produzent. Als Gründungsmitglied des Kollektivs Roll Deep trug er zur Entstehung des Grime bei, mit einem angespannten, oft hohen Rap-Flow auf trockenen, kantigen Instrumentals, stark geprägt von UK Garage, Bassline und britischem Hip-Hop. Bei XL unter Vertrag veröffentlichte er die Single "I Luv U" und 2003 das Album Boy in da Corner, ein selbstproduziertes Werk, das früh die Konturen seines urbanen Schreibstils festlegte und ihm im selben Jahr den Mercury Prize einbrachte. Dizzee Rascal setzte seine Karriere mit Showtime (2004) und Maths + English (2007) fort und erweiterte gleichzeitig sein Spektrum durch gelegentliche Kooperationen, etwa mit Arctic Monkeys oder Basement Jaxx. Ab Tongue n' Cheek (2009) lenkte er seinen Sound in Richtung pop- und dancefreundlichere Formate, wie auch seine Arbeiten mit Calvin Harris, Florence + the Machine oder Shakira zeigen. Nach The Fifth (2013) kehrte er mit Raskit (2017) zu einer unmittelbareren Grime-Ästhetik zurück; mit E3 AF (2020) und Don’t Take It Personal (2024) setzt er einen Werdegang fort, der eng mit der Londoner Szene verbunden ist und zugleich offen für andere rhythmische Ausdrucksformen bleibt.
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