Caifanes
Caifanes entstand Ende der 1980er Jahre in Mexiko und wird der Rock-en-español‑Bewegung zugerechnet, indem die Band Alternative Rock, New Wave, Post‑Punk und explizite Bezüge zur mexikanischen Musik und Imagologie verbindet. Gegründet wurde die Gruppe um Saúl Hernández (Gesang, Gitarre) und Alfonso André (Schlagzeug), zu ihnen stießen unter anderem Sabo Romo und Diego Herrera sowie später der Gitarrist Alejandro Marcovich. Zunächst machte die Band auf der Rock‑Underground‑Szene der Hauptstadt von sich reden, bevor sie ein breiteres Publikum erreichte. Das Debütalbum Caifanes (1988) etablierte einen Sound mit dunklen Gitarren, New‑Wave‑geprägten Keyboards und spanischen Texten; gefolgt von El Diablito (1990), auf dem Caifanes die Kontraste zwischen Rock‑Energie und stärker psychedelischen Atmosphären betont. Mit El silencio (1992) schärfte die Gruppe eine Ästhetik, in der eingängige Melodien, von mexikanischer Tradition inspirierte Rhythmen und Texte voller urbaner und mystischer Bilder koexistieren. El nervio del volcán (1994) markiert einen weiteren Schritt in der Diskografie von Caifanes, klanglich direkter, bleibt aber der melodischen Herangehensweise treu. Nach einer Trennung 1995 fanden sich die Mitglieder allmählich wieder auf der Bühne zusammen, und Caifanes reformierte sich Anfang der 2010er Jahre um einen Kern mit Saúl Hernández und Alfonso André und setzte Konzerte in Mexiko, den USA und Lateinamerika im Rahmen von Rock‑en‑español‑Touren und Festivals fort.
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