Dhafer Youssef

Der 1967 in Téboulba (Tunesien) geborene Sänger und Oud-Spieler Dhafer Youssef entwickelte schon früh eine enge Beziehung zur Stimme und zu den traditionellen Musiken seines Landes, bevor er sich dem Jazz und der Improvisation zuwandte. Anfang der 1990er Jahre in Wien niedergelassen, integrierte sich Dhafer Youssef in die europäische Experimental-Szene und arbeitete mit Musikern aus Jazz, zeitgenössischer Musik und verschiedenen Kulturen zusammen, was eine Ästhetik nährte, in der arabische Modi auf Jazzharmonik und dezente elektronische Texturen treffen. Sein erstes Album als Bandleader, Malak (1999), legte die Grundlage dieser Herangehensweise, gefolgt von Electric Sufi (2001) und Digital Prophecy (2003) sowie Divine Shadows (2006), auf dem eine Arbeit an Spiritualität und Klangfarbe deutlicher wird. Mit Abu Nawas Rhapsody (2010), Birds Requiem (2013) und Diwan of Beauty and Odd (2016) vertieft Youssef die Verbindung von feiner Komposition, Improvisation und rhythmischer Erkundung, begleitet von Musikern der europäischen, nahöstlichen und indischen Jazzszene. Sounds of Mirrors (2018) und Street of Minarets (2023) bestätigen diesen kosmopolitischen Werdegang, der Solokonzerte, Quartettprojekte und gelegentliche Kooperationen für Film und visuelle Künste umfasst.

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