Chris Potter
Geboren 1971 in Chicago, machte sich der US-amerikanische Saxophonist und Komponist Chris Potter bereits in den 1990er Jahren auf der New Yorker Jazzszene neben dem Trompeter Red Rodney einen Namen, nachdem er in South Carolina aufgewachsen war. Verwurzelt im zeitgenössischen Jazz und Post-Bop, entwickelt Potter ein dichtes, melodisches Spiel mit ausgeprägtem Harmoniesinn und Rhythmusgefühl, das er vornehmlich auf dem Tenorsaxophon, aber auch auf anderen Holzblasinstrumenten entfaltet. Ab „Concentric Circles“ (1994) und dann „Vertigo“ (1998) zeigen seine Alben als Bandleader eine Kompositionsweise, die strukturierte Themen, lange Improvisationen und offenere Klangtexturen abwechselt. Anschließend leitete er verschiedene Formationen – vom akustischen Quartett bis zur energisch elektrischen Gruppe Underground – und realisierte später auch größere Projekte wie „Imaginary Cities“ (2015) und „The Dreamer Is The Dream“ (2017). Parallel zu seinen eigenen Gruppen ist Potter weiterhin stark als Sideman gefragter Partner von Musikern wie Dave Holland, Paul Motian oder Pat Metheny und verankert seine Arbeit in einem Netzwerk aus New Yorker Clubs, internationalen Tourneen und Kooperationen an der Schnittstelle von Jazz, Fusion und populäreren Ästhetiken.
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