Chicago

Ende der 1960er Jahre in Chicago entstanden, formierte sich die Band Chicago 1967 um Walter Parazaider, Terry Kath, Robert Lamm, Lee Loughnane, James Pankow, Danny Seraphine und bald darauf Peter Cetera, mit der Idee eines Rocksounds, getragen von einer Bläsersektion. Nach dem Umzug nach Los Angeles unterschrieb Chicago bei Columbia und veröffentlichte 1969 das Doppelalbum Chicago Transit Authority, auf dem Rock, Jazz, R&B, Pop und Anklänge zeitgenössischer Musik zusammenfließen. Anfang der 1970er Jahre folgte eine Reihe nummerierter Alben – etwa Chicago II oder Chicago V – geprägt von langen Suiten, einer zentralen Rolle der Bläser und einer festen Verankerung im Jazzrock. Der Tod von Terry Kath im Jahr 1978 führte zu einem ästhetischen Wendepunkt und mehreren Gitarristenwechseln, bevor Chicago Anfang der 1980er Jahre mit Produzent David Foster eine stärker auf Pop und Balladen ausgerichtete Ausrichtung übernahm, veranschaulicht durch die Erfolge von Chicago 16 und Chicago 17. Die Abgänge prägender Mitglieder wie Cetera und Seraphine hinderten Chicago nicht daran, im Studio und auf der Bühne weiterzuarbeiten – zunächst mit Jason Scheff, später mit weiteren Musikern – und der Reihe nach Big Band (Night & Day: Big Band, 1995), Live-Formate und Weihnachtsrepertoires zu erkunden, bis hin zu Born for This Moment im Jahr 2022. Nach wie vor auf das Zusammenspiel von Gesang, Keyboards, Gitarre und Bläsern fokussiert, tourt Chicago intensiv – oft als Co-Headliner mit Earth, Wind & Fire oder The Doobie Brothers – und wurde 2016 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen sowie 2020 mit einem Grammy Lifetime Achievement Award geehrt.

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Juni 26, 2014