Cheikh Lô

Geboren in Bobo-Dioulasso in Burkina Faso aus senegalesischen Eltern, entwickelte Cheikh Lô früh seine Praxis im Gesang und Schlagzeug, bevor er 1976 dem Orchestre Volta Jazz beitrat, einer Unterhaltungskapelle, die damals kubanische, kongolesische und burkinische Repertoires spielte. Ende der 1970er Jahre in Senegal ansässig, durchlief Cheikh Lô mehrere Mbalax‑Gruppen und erweiterte dann seine musikalische Sprache um Soukous, Makossa und Reggae. Ab Mitte der 1980er Jahre arbeitete er zwischen Westafrika und Paris als Gitarrist und Studiomusiker; in dieser Zeit verfeinerte er eine persönliche Schreibweise, geprägt von senegalesischen Rhythmen, afro-karibischen Verflechtungen und einer geschmeidigen, sofort erkennbaren Stimme. Youssou N’Dour produzierte sein erstes Album Ne La Thiass, erschienen 1995, gefolgt von Bambay Gueej (1999), Lamp Fall (2005), Jamm (2010), Balbalou (2015) und Maame (2025). Cheikh Lô ist auch zusammen mit Rubén González auf Chanchullo (2000) zu hören und beteiligte sich 2002 an dem Projekt Red Hot and Riot, unter anderem mit Les Nubians und Manu Dibango. Als Angehöriger der Baye‑Fall‑Strömung innerhalb des Mouridismus fügt Cheikh Lô seiner Musik zudem eine spirituelle Dimension hinzu, die sich durch sein Schaffen zieht, ohne das Gleichgewicht zwischen senegalesischer Tradition und populären afrikanischen und karibischen Formen zu stören.

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Cheikh Lô
Konzert

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Okt. 10, 2015