Anne Paceo
Geboren 1984 in Niort, trat Anne Paceo Mitte der 2000er Jahre in der französischen Jazzszene hervor, zunächst als Schlagzeugerin und später als Komponistin und Bandleaderin. Ihr erster wichtiger Bezugspunkt, Triphase, ein Trio mit Leonardo Montana und Joan Eche‑Puig, entwickelte eine Schreibweise, in der zeitgenössischer Jazz, Improvisation und ein sehr bewegliches rhythmisches Gefüge nebeneinander bestehen, ohne zur Schau gestellt zu werden. Anne Paceo erweiterte anschließend ihr Spektrum mit offeneren Besetzungen und einer weniger streng akustischen Musik, die auf Stimmungen, Zyklen, die Stimme und Einflüsse aus Pop, Weltmusik und Minimalismus achtet. Diese Entwicklung spiegelt sich in Alben wie Yôkaï (2012), Bright Shadows (2019) und S.H.A.M.A.N.E.S. (2022) wider. Parallel zu ihren eigenen Projekten spielte Anne Paceo auch mit Musikern wie Rhoda Scott oder Archie Shepp, in Kontexten vom Jazzquartett bis zu improvisierten Musikbühnen. Ihre Musik bewegt sich über Texturen, Puls und kollektive Spannung, wobei der Ensembleklang ebenso wie das Schlagzeug zentral steht.
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