The Reverend Horton Heat
Unter der Leitung des texanischen Gitarristen und Sängers Jim Heath, bekannt als Reverend Horton Heat, gründete sich The Reverend Horton Heat Mitte der 1980er Jahre in Dallas als Trio mit Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug. In der Psychobilly-Bewegung verortet, verbindet die Band 1950er-Jahre-Rockabilly mit Punkrock, Country, Surf und Anklängen von Swing; die Songs sind oft erzählerisch und geprägt von Motiven aus Bars, Straßen und amerikanischen Vororten. Nachdem sie in der texanischen Clubszene aufgefallen waren, nahmen sie 1990 Smoke ’Em If You Got ’Em auf, das die klangliche Handschrift Reverend Horton Heats etablierte. Im Verlauf der 1990er Jahre folgten mehrere Alben und eine Intensivierung der nationalen Tourneen. The Full-Custom Gospel Sounds of the Reverend Horton Heat (1993) und Liquor in the Front (1994) festigten eine schnelle, trockene Ästhetik, in der Slap-Kontrabass Heaths Riffs trägt, während langsamere Stücke den Country-Einfluss erkennen lassen. In den 2000er und 2010er Jahren — besonders mit Revival (2004), Rev (2014) und Whole New Life (2018) — bewegte sich The Reverend Horton Heat weiterhin zwischen unabhängigen Labels und alternativen Rockkreisen und hielt sowohl in den USA als auch in Europa eine regelmäßige Bühnentätigkeit aufrecht, wobei die Band nachhaltig in den internationalen Psychobilly- und Rockabilly-Netzwerken verankert ist.