Alison Moyet
1961 in Billericay, Essex, geboren und in Basildon in einer französisch‑britischen Familie aufgewachsen, trat Alison Moyet zunächst auf der lokalen Punk‑ und Rhythm‑and‑Blues‑Szene in Erscheinung, bevor sie Anfang der 1980er Jahre als Hälfte des Synth‑Pop‑Duos Yazoo (in den USA unter dem Namen Yaz) mit Vince Clarke bekannt wurde. Mit Clarke veröffentlichte sie die Alben « Upstairs at Eric’s » (1982) und « You and Me Both » (1983). Nach der Auflösung des Duos begann Moyet eine Solokarriere, die Pop, Soul und Blues verbindet, getragen von einer Altstimme mit dunklem Timbre und von Arrangements, die zwischen elektronischen Klängen und klassischerer Instrumentierung wechseln. Ihre frühen Alben « Alf » (1984) und « Raindancing » (1987) etablierten dieses ästhetische Profil; « Hoodoo » (1991) und « Essex » (1994) setzten es in einer rohbeinigen, stärker songorientierten Richtung fort. Nach einer ruhigeren Phase kehrte sie mit « Hometime » (2002) zurück, interpretierte orchestrale Cover auf « Voice » (2004) und präsentierte sich auf « The Turn » (2007) stärker als Songwriterin. Die Alben « The Minutes » (2013) und « Other » (2017), unter anderem mit Produzent Guy Sigsworth, bekräftigen ihr Interesse an reduzierter, dunkler elektronischer Popmusik. Neben ihren Aufnahmen tritt Alison Moyet regelmäßig im Vereinigten Königreich und in Europa live auf und probiert sich gelegentlich im Musical‑Theater, namentlich in der Londoner Produktion von « Chicago » Anfang der 2000er Jahre.