Buena Vista Social Club

Das Projekt Buena Vista Social Club, das Mitte der 1990er Jahre in Havanna entstand, vereinte unter der Leitung von Juan de Marcos González und des US-Musikers Ry Cooder Veteranen der kubanischen Musikszene der 1940er und 1950er Jahre. Inspiriert vom gleichnamigen ehemaligen Club rückte Buena Vista Social Club den Son cubano, Bolero, Guajira und Danzón in einer reduzierten akustischen Ästhetik, die Stimmen, Gitarren, Klavier und traditionelle Perkussion betont, wieder in den Vordergrund. Das 1997 bei World Circuit erschienene Studioalbum Buena Vista Social Club, in Havanna aufgenommen, stellte ein erweitertes Ensemble vor, in dem sich unter anderem Compay Segundo, Ibrahim Ferrer und Omara Portuondo begegneten – jeder brachte sein eigenes Repertoire und Erfahrungen aus vorrevolutionären Orchestern mit. Dieser Künstlerkern fand seine Fortsetzung auf der Bühne mit einer Reihe internationaler Konzerte, dokumentiert in Wim Wenders’ Film Buena Vista Social Club von 1999 sowie im Live-Album Buena Vista Social Club at Carnegie Hall, 1998 in New York mitgeschnitten und 2008 veröffentlicht. In den 2000er- und 2010er-Jahren hielten verschiedene orchestrale Inkarnationen den Namen Buena Vista Social Club auf Tour lebendig, während die 2015 erschienene Compilation Lost and Found bislang unveröffentlichte oder seltene Studioaufnahmen aus diesen historischen Sessions zusammenführte.

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