Herve Niquet
Geboren 1957 in Flixecourt, Somme, hat sich Hervé Niquet in der französischen Musikwelt als Dirigent und Cembalist etabliert, mit einer Arbeit, die sich zunächst auf die Barockmusik konzentriert, insbesondere das französische Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts. Nach dem Studium am Conservatoire d’Amiens tritt er 1980 am Pariser Opernhaus als Chorleiter (chef de chant) ein und singt später als Tenor bei Les Arts Florissants. 1987 gründete Hervé Niquet Le Concert Spirituel, ein Ensemble, mit dem er die großen Motetten, die Barockoper und zahlreiche seltene Partituren von Charpentier, Lully, Campra, Desmarest, Boismortier oder Destouches erforscht. Sein Weg hat sich anschließend auf Werke der Klassik, Romantik und des frühen 20. Jahrhunderts erweitert – von Haydn, Mozart und Rossini bis Berlioz, Gounod, Saint-Saëns, Debussy oder Fauré. Diese Linie spiegelt sich auch in seiner Zusammenarbeit mit Palazzetto Bru Zane wider, das der Wiederentdeckung der französischen Romantikmusik gewidmet ist. Hervé Niquet hat mehrere europäische Ensembles dirigiert, insbesondere den Chœur de la Radio flamande, dessen Musikalischer Leiter er von 2011 bis 2019 war, sowie das Brussels Philharmonic als Erster Gastdirigent. Seine Diskographie mit Le Concert Spirituel umfasst unter anderem Purcells King Arthur (2004), Händels Messiah (2017), Persée (2017), Marin Marais’ Ariane et Bacchus (2023) und Charpentiers Médée (2024).
Kommende Veranstaltungen 1
Ça c’est de la musique !
- So., Dezember 13
- Théâtre de Suresnes Jean Vilar, Suresnes, Frankreich