Analogue Foundation presents Laurel Halo 'Midnight Zone' (live score)
- Donnerstag, april 2
- 19:00-23:00
- Zenner Alt Treptow 15, 12435 Berlin, Deutschland
Info
Analogue Foundation präsentiert
- Laurel Halo – Midnight Zone, Live-Score zum Film von Julian Charrière
- Anna von Raison (live)
- James Turrell: Passageways (Screening), ein Kurzfilm von Carine Asscher
- Llinh
Am 2. April 2026 wird der historische Zenner Saal erneut zu einem Ort des genauen Zuhörens und kollektiven Eintauchens. Der Raum wird in eine intime audiovisuelle Umgebung verwandelt, die das Publikum einlädt, zu sitzen, sich hinzulegen oder sich frei zu bewegen – und Ton sowie Bild als gemeinsame Atmosphäre zu erleben.
Diese Ausgabe präsentiert die Berliner Premiere von Midnight Zone – einem Live-Score von Laurel Halo zum Film von Julian Charrière.
Laurel Halo ist eine US-amerikanische Komponistin, Produzentin und multidisziplinäre Künstlerin, bekannt für ihr fließendes Wechseln zwischen experimenteller Elektronik, zeitgenössischer Komposition und elektroakustischer Performance. Ihr Werk bewegt sich zwischen Ambient, Techno und avantgardistischen klassischen Strukturen und verwischt häufig die Grenzen zwischen synthetischem und akustischem Klang. Für Midnight Zone komponiert Halo auf einem Yamaha TransAcoustic-Klavier und schichtet Streicherarrangements mit subtiler elektronischer Bearbeitung zu einer schwebenden, desorientierenden Partitur, die live zur Projektion aufgeführt wird.
Charrières Film aus dem Jahr 2024 folgt einer treibenden Fresnel-Leuchtglocke eines Leuchtturms, die durch die Wassersäule über der mineralreichen Clarion-Clipperton-Zone im Pazifik hinabgleitet – einem Gebiet, das durch Tiefseebergbau zunehmend bedroht ist. Anstatt den Abgrund als Leere darzustellen, offenbart Midnight Zone ein zerbrechliches Biotop biolumineszenter Lebewesen, das in der Dunkelheit schwebt. Die Kamera bewegt sich in scheinbarer Schwerelosigkeit, löst die Orientierung auf und zieht das Publikum in leuchtende Tiefen, in denen sich die Wahrnehmung selbst zu verschieben beginnt.
Dem Abend geht ein Live-Auftritt von Anna von Raison voraus: die in Berlin lebende Komponistin, Pianistin und Produzentin, deren Arbeit klassische Ausbildung und zeitgenössische elektronische Produktion verbindet. Ihre Musik verwebt Klaviermotive, rhythmische Strukturen und expressive vokale Texturen zu immersiven Kompositionen, die Intimität mit einer weitläufigen klanglichen Architektur ausbalancieren.
Einleitend zum Programm wird der Kurzfilm James Turrell: Passageways von Carine Asscher gezeigt. Der Film bietet ein meditatives Porträt von James Turrell und seiner Auseinandersetzung mit Licht, Wahrnehmung und Raum – insbesondere im Projekt Roden Crater in Arizona. Indem er Licht sowohl als Material als auch als Erlebnis betrachtet, schlägt der Film eine kontemplative Brücke zwischen Sehen und Hören und bereitet das Publikum auf den anschließenden immersiven filmischen Abstieg vor.
Den Abend eröffnet Llinh, in Berlin ansässige Kuratorin, DJ und Gründerin von ANIMA SGN. Mit Hintergrund in der Restaurierung und Archivierung bewegter Bilder sowie in der zeitgenössischen Kunst spiegeln ihre Sets eine ausgeprägte Sensibilität für Atmosphäre und Erzählung wider und bewegen sich zwischen traumhafter Melodik, polyharmonischer Schichtung und experimentellen elektronischen Texturen.
Kuratiert von Simone Merli (Soundwalk Collective).
Line-up
Ort
Zenner
Alt Treptow 15, 12435 Berlin, Deutschland