Bonnie "Prince" Billy
Unter dem Namen Bonnie "Prince" Billy hat der US-amerikanische Sänger und Songwriter Will Oldham seit den späten 1990er Jahren ein zurückgenommenes, intimes Folk entwickelt, das von Indie-Country und Americana geprägt ist. Geboren in Louisville, Kentucky, war er Anfang der 1990er Jahre zunächst mit den Projekten Palace Brothers und später Palace Music aktiv und Teil der amerikanischen Indie-Rock-Szene, bevor er endgültig das Pseudonym Bonnie "Prince" Billy annahm. Seine ersten Veröffentlichungen unter diesem Namen — insbesondere das Album I See a Darkness (1999) sowie Ease Down the Road (2001) und Master and Everyone (2003) — etablierten einen Stil mit zerbrechlicher Stimme, reduzierten Gitarren und erzählerischen Texten über Zweifel, Glauben, Beziehungen und das Landleben. Es folgten Alben wie The Letting Go (2006), Beware (2009) und Wolfroy Goes to Town (2011), daneben zahlreiche Kollaborationen, etwa mit Matt Sweeney im gemeinsamen Projekt Superwolf (2005) und mit der Band Tortoise. Vornehmlich bei dem unabhängigen Label Drag City erschienen, bewegt sich Bonnie "Prince" Billy zwischen sehr sparsam arrangierten Studioaufnahmen und elektrischer klingenden Projekten, parallel zu einer Tätigkeit als Schauspieler in Filmen und einigen Serien — ein Bild, das ihn als Musiker zeigt, der langsame Formen, suggestive Erzählungen und eine handwerkliche Herangehensweise an den Folksong bevorzugt.
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