Ann Wilson
Ann Wilson, 1950 in San Diego geboren und teilweise im US-Bundesstaat Washington aufgewachsen, nachdem die Familie aufgrund der militärischen Laufbahn ihres Vaters mehrfach umgezogen war, etablierte sich Anfang der 1970er Jahre in der Rockszene des amerikanischen Nordwestens, als sie der Gruppe beitrat, die später zu Heart werden sollte. Zusammen mit ihrer Schwester Nancy Wilson prägte sie einen Sound, der Hard Rock, Classic Rock, Folk Rock und elektrische Balladen vereinte, getragen von einer kräftigen Stimme mit mitunter lyrischen Einsätzen. Heart nahm 1975 Dreamboat Annie auf, 1977 Little Queen und 1978 Dog & Butterfly und setzte danach über mehrere Jahrzehnte seine Laufbahn fort. Parallel zur Band verfolgte Ann Wilson zahlreiche Nebenprojekte und Kooperationen, etwa mit Mike Reno auf „Almost Paradise“ (1984) und mit Alice in Chains auf dem EP Sap (1992), womit sie auch in der Geschichte der Seattle-Szene verankert ist. Ihre Solodiskografie umfasst Hope & Glory (2007), eine Sammlung aus Coverversionen und Gastbeiträgen, Immortal (2018), eine Hommage an mehrere verstorbene Autoren und Interpreten, dann Fierce Bliss (2022), mit eigenen Kompositionen und Neuinterpretationen, sowie Another Door (2023), aufgenommen mit Tripsitter. Mitte der 2010er-Jahre entwickelte sie außerdem das Bühnenformat The Ann Wilson Thing!, was ihren Werdegang als Wechselspiel zwischen Bandtätigkeit, persönlichen Projekten und gelegentlichen Auftritten in der amerikanischen Rockmusik bestätigt.
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