Aaron Parks

Aaron Parks wurde 1983 in Seattle geboren und erhielt schon früh Klavierunterricht. Später zog er nach New York, wo er sich Anfang der 2000er Jahre in der zeitgenössischen Jazzszene etablierte. Sein Spiel gehört einer post-bop-Sprache an, die offen ist für Texturen aus Independent-Rock, Pop, Ambient und improvisierter Musik; seine Kompositionen sind häufig melodisch und die Stimmungen eher introspektiv als demonstrativ. Zunächst fiel Parks als Sideman bei Musikern wie Terence Blanchard, Kurt Rosenwinkel und Joshua Redman auf, während er zugleich ein persönliches Repertoire entwickelte. Unter eigenem Namen veröffentlichte er u. a. Invisible Cinema (2008), Arborescence (2013) und Find the Way (2017) — drei Alben, die eine Entwicklung hin zu luftigerer Formgebung und einer stärkeren Betonung atmosphärischer Elemente zeigen. Mit der Gruppe Little Big erkundete er anschließend ein Format, das direkter an die Energie elektrischer Musik angeschlossen ist, zwischen modernem Jazz, rockiger Pulsation und einer Neigung zum instrumentalen Lied, auf Little Big (2018), Little Big II: Dreams of a Mechanical Man (2020) und Little Big III (2022). Aaron Parks verfolgt damit einen Weg an der Schnittstelle zwischen der New Yorker Jazztradition und übergreifenden ästhetischen Einflüssen.

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