Wallace Cleaver
Geboren 1998 in Blois und aufgewachsen in Saint-Laurent-Nouan im Département Loir-et-Cher, baut Wallace Cleaver, mit bürgerlichem Namen Léo Gond, seit Ende der 2010er Jahre einen französischen Rap auf, der durch introspektive Texte, Melancholie, persönliche Erzählungen und ein ausgeprägtes Gespür für Phrasierung geprägt ist. Für sein Studium an der Sorbonne zog er nach Paris und trat erstmals 2018 im Duo Garden Club mit AnNie .Adaa in Erscheinung, parallel zu seiner Tätigkeit im Kollektiv HPA MOB, bevor er mit den Titeln Fe.tys und Arsène seine Solokarriere einleitete. Seine Diskografie entwickelte sich rasch mit der EP 98 (2019), Toute l’année c’est l’hiver (2020) sowie den Projekten Cauchemar und À la recherche du temps perdu (2021), in denen sich sein Rap zwischen unterschwelliger Spannung, literarischen Bezügen und nächtlich getönten Produktionen weiter schärft. 2022 folgte 41BORO; außerdem arbeitete er mit Ocho an mehreren verlangsamten Versionen seiner Stücke. Das Album baiser (2023) erweiterte erneut sein Spektrum, zwischen direktem Rap, sensibleren Sequenzen und Einflüssen aus Jersey-Rhythmen, während Auftritte bei Grünt und COLORS seine Sichtbarkeit erhöhten. Mit merci (2024) führt Wallace Cleaver diese persönliche Linie in einem vollständig solistischen Format fort.