Silvana Estrada

Geboren in Coatepec im Bundesstaat Veracruz, entwickelt Silvana Estrada eine musikalische Handschrift, die an der Schnittstelle von lateinamerikanischem Lied, akustischem Folk und einer vom Jazz geprägten Sensibilität steht. Als Sängerin, Songwriterin und Instrumentalistin wächst sie in einem Umfeld auf, das mit dem Instrumentenbau verbunden ist – ein Kontext, der ihr Verhältnis zu Klangfarbe, Saiten und reduzierten Formaten prägt. Ihr Durchbruch zeichnet sich gegen Ende der 2010er Jahre ab mit Lo Sagrado (2017), einer Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Charlie Hunter, bevor sie ein persönlicheres Repertoire etabliert, das Stimme, cuatro und sparsame Arrangements in den Mittelpunkt stellt. Mit Marchita (2022) vertieft sie eine intime Ästhetik, in der Chanson, Bolero, folkige Texturen und Bezüge zu mexikanischen Musiktraditionen verschmelzen, ohne auf Dramatik oder dichte Orchestrierung zu setzen. Ihr Werdegang verortet sie sowohl in der mexikanischen Independent-Szene als auch in akustischen Formaten und auf Festivals, wo ihre Musik zwischen Liedpublikum und Hörern zirkuliert, die offen sind für Schnittmengen zwischen populärer Musik und zeitgenössischer Komposition.

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Mai 17