Lola Indigo
Unter dem Namen Lola Indigo entwickelt die Sängerin und Tänzerin Miriam Doblas Muñoz seit dem späten 2010er-Jahren ein Projekt zwischen Urban Pop und Reggaeton. 1992 in Madrid geboren und in Huétor-Tájar in Andalusien aufgewachsen, wurde sie einem breiten Publikum durch ihre Teilnahme an der Ausgabe 2017 der Sendung Operación Triunfo bekannt — ein Erlebnis, das den Weg für eine Solo-Karriere ebnete, die eng mit der choreografischen Kultur verbunden ist. Bereits mit der Single „Ya no quiero ná“ (2018) etablierte Lola Indigo ein Repertoire, das lateinamerikanische Rhythmen, Trap-Sounds und poppige Refrains verbindet und für die Bühne sowie die Arbeit mit einem Tanzcrew gedacht ist. Das 2019 erschienene Album „Akelarre“ verankerte dieses visuelle und musikalische Universum, das von zeitgenössischer Hexen-Ästhetik geprägt ist; 2021 folgte „La Niña“, auf dem Lola Indigo Reggaeton-, R&B-Einflüsse und Referenzen an die 2000er Jahre stärker betont. Mit „El Dragón“ (2023) erkundet die Künstlerin elektronischere Klangtexturen und eine stärker cluborientierte Schreibweise, intensiviert die Zusammenarbeit mit Musikerinnen und Musikern der spanischen und lateinamerikanischen Pop- und Urban-Szene und bestätigt zugleich den zentralen Stellenwert des Tanzes in ihrer künstlerischen Identität.