Machine Girl

Das aus Long Island im US‑Bundesstaat New York stammende Elektronikprojekt Machine Girl entstand 2012 um Produzent Matt Stephenson – zunächst als Soloprojekt, bevor es sich als Bühnen‑Duo mit Schlagzeuger Sean Kelly formierte. An der Schnittstelle von Breakcore, Digital Hardcore, Jungle, Footwork, Noise und einer Punk‑Ästhetik entwickelt Machine Girl eine äußerst rhythmische, gesättigte und fragmentierte Musik, die ebenso dem Club entlehnt ist wie den Codes des Hardcore und den DIY‑Szenen. In der US‑amerikanischen Experimentalszene machte das Projekt mit dem Album „WLFGRL“ (2014) auf sich aufmerksam, gefolgt von „...Because I’m Young Arrogant and Hate Everything You Stand For“ (2017) und „The Ugly Art“ (2018), auf denen dichtere Strukturen und eine quasi‑rockige Energie deutlicher hervortreten. Eingebettet in ein Netzwerk kleiner Spielstätten, besetzter Häuser und spezialisierter Festivals intensivierte Machine Girl ab der zweiten Hälfte der 2010er‑Jahre das Touren und stellte ein Live‑Setup ins Zentrum, das stark auf Schlagzeug und physische Performance ausgerichtet ist. 2020 trieb das Album „U‑Void Synthesizer“ die Kompositionsarbeit weiter in Richtung einer frenetischen Collage aus Bass Music, industriellen Einflüssen und Anklängen an Videospielmusik; diese Ausrichtung wurde 2022 mit den Original‑Soundtracks zum Spiel „Neon White“ fortgeführt, die Machine Girl in einen neuen Kontext stellten und zugleich das gleiche abrasive Klangvokabular beibehielten.

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März 1, 2025