Mary Lattimore

Die US-amerikanische Harfenistin Mary Lattimore, geboren in Asheville, North Carolina, und ausgebildet an der Eastman School of Music in Rochester, hat ein Œuvre um die verstärkte Harfe entwickelt, an der Schnittstelle von Ambient, experimenteller Musik und einer gewissen Folk-Tradition. Zunächst in Philadelphia, später in Los Angeles ansässig, war sie in den Indie- und Underground-Szenen aktiv und arbeitete u. a. mit Kurt Vile, Thurston Moore und Sharon Van Etten zusammen, bevor sie eine Solodiskografie aufbaute, die von langen, meditativen Stücken geprägt ist. Ein erstes international wahrgenommenes Album erschien 2013 mit The Withdrawing Room, gefolgt von At the Dam (2016), den Kompilationen Collected Pieces (2017) und Collected Pieces II (2020) sowie Hundreds of Days (2018), Silver Ladders (2020) und Goodbye, Hotel Arkada (2023). Parallel dazu verfolgt Lattimore mehrere Duo-Projekte, darunter mit Jeff Zeigler auf Slant of Light (2014) und mit Meg Baird auf Ghost Forests (2018). Ihre Kompositionen, aufgebaut aus Loops, wiederholten Motiven und Improvisationen, erkunden Texturen nahe am Drone, an der Filmmusik und an einem melodischen Minimalismus; sie präsentiert sie live in Spielstätten, auf Festivals und in Kunsträumen in Europa und Nordamerika.

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März 17