Black Milk
Geboren in Detroit, Michigan, gehört Black Milk, mit bürgerlichem Namen Curtis Cross, zur Hip-Hop-Tradition der Stadt und bringt dabei eine stärker elektronische und souligere Sensibilität ein. Zunächst Anfang der 2000er Jahre als Produzent aufgefallen, vor allem im Umfeld von Slum Village, war er auch Teil des Kollektivs B.R. Gunna mit Young RJ und Fat Ray, bevor er eine Solokarriere entwickelte, in der Rap und Produktion gleichrangig sind. Black Milk veröffentlichte Sound of the City (2005), Popular Demand (2007) und Tronic (2008) – drei Platten, die eine klare Ästhetik etablierten: trockene Drums, gespannte Loops, fette Bässe und oft verschobene rhythmische Konstruktionen. Mit Album of the Year (2010), No Poison No Paradise (2013), If There’s a Hell Below (2014), Fever (2018) und Everybody Good? (2023) schärfte er sein Songwriting weiter und ging zu einem dichteren, teils introspektiven Sound über, in dem Boom‑Bap, elektronische Flächen und Funk‑Akzente zusammentreffen. Im Laufe seiner Karriere produzierte er auch für Elzhi und arbeitete mit Danny Brown, Guilty Simpson, Sean Price und Black Thought zusammen, während er live ein Format präsentierte, das Rap und Band‑Dynamik verbindet, besonders in seinen Projekten mit Nat Turner.
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