Black Flag

1976 in Hermosa Beach (Kalifornien) gegründet, setzte sich Black Flag früh in der pulsierenden Punk-Szene der Westküste durch mit einem schnellen, abrasiven und minimalistischen Hardcore-Sound, getragen von Greg Ginns Gitarre. Ursprünglich unter dem Namen Panic aktiv, formierte sich die Band um Ginn mit einer Reihe von Sängern — von Keith Morris bis Henry Rollins — sowie einer Rhythmusgruppe, geprägt durch Beiträge von Chuck Dukowski, Dez Cadena, Kira Roessler und Bill Stevenson. In einer DIY-Haltung spielten sie zahlreiche Tourneen in den USA und bauten auf Ginns Label SST Records, wodurch sie zum Aufbau eines Netzwerks unabhängiger Spielstätten beitrugen und die amerikanische Hardcore-Ästhetik mitprägten. Tonträgerseitig markieren Damaged (1981) und My War (1984) eine Entwicklung hin zu schwereren Tempi, Metal-Einflüssen und ausgedehnteren Strukturen, eine Entwicklung, die sich auf Family Man, Slip It In und In My Head fortsetzt, auf denen auch instrumentale Stücke und Annäherungen an Free-Rock auftauchen. Nach einer ersten Auflösung 1986 kam die Band mehrfach wieder zusammen — insbesondere Anfang der 2010er Jahre um Greg Ginn, was zum Album What The... (2013) führte — und bleibt den internationalen Punk-, Hardcore- und Alternativszene durch ihren angespannten, dissonanten Sound und ihre direkte Bühnenpräsenz verbunden.

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