Noah Gundersen

Geboren in Olympia, Washington, und verbunden mit der Szene von Seattle, hat Noah Gundersen seit Ende der 2000er-Jahre ein Songschaffen entwickelt, das sich zwischen Folk, Americana, Indie-Rock und alternativer Popmusik bewegt. Zunächst war er in The Courage aktiv, einem Familienprojekt mit seinen Geschwistern; später schlug er eine Solokarriere ein, in der die anfänglich akustischen Arrangements nach und nach elektrischer werdenden Texturen und dichterer Produktion wichen. Sein erstes Album, Ledges (2014), etablierte ein reduziertes Register, das Stimme, Gitarre und Klavier in den Mittelpunkt stellt, bevor Carry the Ghost (2015) seinen Rahmen in Richtung eines breiteren Folk-Rock erweiterte. Mit White Noise (2017) betonte Gundersen eine direktere alternative Seite, die er auf Lover (2019), A Pillar of Salt (2021) und If This Is the End (2023) weiterverfolgte, wobei die Intimität seiner Texte auf dunklere, teils dem zeitgenössischen Indie-Rock nahe stehende Formen trifft. Neben seinen Alben arbeitete er auch mit seiner Schwester Abby Gundersen und bewegte sich in Kreisen, in denen amerikanisches Songwriting, Indie-Szenen und orchestriertere Formate aufeinandertreffen, ohne dabei seine nüchterne Herangehensweise an Komposition und Texte aufzugeben.

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