Theon Cross
Geboren und aufgewachsen in London in einer Familie mit jamaikanischen und saint-lucianischen Wurzeln, hat Theon Cross sich in der britischen Jazzszene etabliert, indem er der Tuba wieder eine zentrale Rolle – rhythmisch, harmonisch und melodisch – zurückgibt. Zunächst am Tenorhorn ausgebildet, wechselte er in seiner Jugend zur Tuba; Jazz entdeckte er im Programm Tomorrow’s Warriors und studierte anschließend an der Guildhall School of Music and Drama. Sein Werdegang bewegt sich im Schnittfeld zwischen zeitgenössischem Londoner Jazz, karibischen Pulsationen und einer sehr körperlichen Herangehensweise an Groove und kollektive Improvisation. Als wichtiges Mitglied von Sons of Kemet spielte er zudem mit Nubya Garcia, Moses Boyd und dem Kollektiv Steam Down und war an verschiedenen Projekten beteiligt, die das Aufkommen der neuen Jazzszene Londons begleiteten. Als Solokünstler veröffentlichte er 2015 die EP Aspirations sowie die Alben Fyah (2019) und Intra‑I (2021). In seinen eigenen Projekten wie in Kooperationen entwickelt Theon Cross einen dichten, beweglichen Klang, in dem die Tuba nicht auf Begleitung beschränkt ist, sondern das gesamte musikalische Gefüge strukturiert.
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