Ólafur Arnalds
Geboren 1986 in Mosfellsbær nahe Reykjavik, begann Ólafur Arnalds seine Laufbahn in Hardcore- und Metal-Bands, bevor er sich einer Kompositionsweise zuwandte, die Klavier, Streicher und Elektronik in den Mittelpunkt stellt. Spätestens mit den Alben "Eulogy for Evolution" (2007) und "…And They Have Escaped the Weight of Darkness" (2010) etabliert er eine Klangsprache, in der sich repetitive Klaviermotive, Arrangements für Streichquartett und zurückhaltende elektronische Texturen verbinden – oft nahe am Ambient. Seine Arbeiten für Bildmedien – darunter die Musik zur Serie "Broadchurch" (ab 2013) und mehrere Filmsoundtracks – führen diese Ästhetik fort und richten sie auf die Film- und Fernsehmusik aus. Als Pianist und Komponist realisiert Arnalds zudem zahlreiche Kollaborationen, darunter das Duo Kiasmos mit Janus Rasmussen, ausgerichtet auf minimale und melodische Elektronik, sowie "The Chopin Project" (2015) mit der Pianistin Alice Sara Ott. Alben wie "For Now I Am Winter" (2013), "re:member" (2018) und "Some Kind of Peace" (2020) veranschaulichen seine Entwicklung hin zu einer stetigen Verbindung von neoklassischer Schreibweise, Ambient, intimer Pop-Ästhetik und elektronischen Experimenten.
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