Liniker
1995 in Araraquara im brasilianischen Bundesstaat São Paulo geboren, machte Liniker zunächst mit der Soul-Funk-Band Liniker e os Caramelows auf sich aufmerksam; deren in Eigenregie produzierte Debüt-EP „Cru“ erschien 2015, gefolgt von den Alben „Remonta“ (2016) und „Goela Abaixo“ (2019). Als Sängerin, Songschreiberin und Schauspielerin entwickelt Liniker eine Ästhetik, die Soul, R&B, brasilianische Populärmusik, Samba und afro-lateinamerikanische Einflüsse verbindet, mit besonderem Augenmerk auf die Stimme, Bläser und Texte, die sich mit Fragen von Affekt, Gender und Schwarzer Identität in Brasilien auseinandersetzen. Als trans* Künstlerin nimmt Liniker eine prägende Rolle in den unabhängigen und queeren Szenen Brasiliens ein und tritt sowohl in Clubzirkeln als auch auf nationalen und internationalen Festivals auf. Ab 2020 ist Liniker solo unterwegs und veröffentlicht 2021 das Album „Indigo Borboleta Anil“, das im selben Jahr einen Latin Grammy in der Kategorie Bestes MPB-Album erhält; zugleich geht sie zahlreiche punktuelle Kooperationen mit anderen brasilianischen Musiker·innen ein. Parallel zur Musikkarriere ist Liniker im Kino und Fernsehen zu sehen, unter anderem in der Serie „Manhãs de Setembro“, und bestätigt damit einen Werdegang an der Schnittstelle von Musik, Performance und der Repräsentation von LGBTQIA+-Identitäten in der zeitgenössischen brasilianischen Kultur.
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