Sarah McCoy
Geboren in den USA und geformt von der Szene New Orleans hat Sarah McCoy einen Stil entwickelt, der Blues, Jazz, Soul und Gospel verbindet, getragen von einem vordergründigen Klavierspiel und einer tiefen, rauen Stimme, die oft an Spoken Word grenzt. Zunächst fiel Sarah McCoy in einem sehr reduzierten Format auf, allein am Klavier, mit Liedern, die Bluesintensität, Kabarett-Rhythmik und folkige Spannung vereinen. Diese erste Phase ihres Werdegangs fand Ausdruck auf Blood Siren (2019), einem Album, das auf diese direkte und organische Herangehensweise fokussiert ist. Danach hat Sarah McCoy ihre Ästhetik zu stärker arrangierten Strukturen weiterentwickelt, wobei das Songwriting seine bekenntnisartige Dimension bewahrt und gleichzeitig elektronische Texturen sowie eine zeitgemäßere Produktion einbezieht. Diese Wendung steht im Mittelpunkt von High Priestess, erschienen 2023, produziert mit Renaud Letang auf Initiative von Chilly Gonzales. Zwischen Clubs, Festivals und Spielstätten, die sowohl dem Jazz als auch der aktuellen Musikszene zuzurechnen sind, nimmt Sarah McCoy einen besonderen Platz ein – an der Grenze zwischen Klavierrezital, amerikanischem Chanson und einer dunklen, soulgeprägten Popmusik.
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