Magali Ripoll
Ursprünglich aus Burgund stammend und in Saint-Raphaël in der Provence aufgewachsen, erhielt Magali Ripoll sehr früh Unterricht in Musiktheorie, bevor sie Akkordeon und später klassisches Klavier als ihre Hauptinstrumente erlernte. Als Jugendliche trat sie bei Bällen und Konzerten an der Côte d’Azur neben ihrem Vater, einem Schlagzeuger, auf und gründete am Lycée ihre erste Band, wobei sich ihr Repertoire in der französischen Chanson-, Varieté- und Volksmusik verankerte. Nach dem Baccalauréat entschied sie sich, einem Orchester in Angers beizutreten, statt ins Konservatorium von Nizza zu gehen, was ihr ermöglichte, Künstler wie Herbert Léonard oder Julie Pietri auf der Bühne zu begleiten. Anschließend zog sie nach Paris, um ihre Ausbildung in Theater, Tanz, Gesang und Schlagzeug zu vervollständigen, wobei sie ein ausgeprägtes Interesse an lateinamerikanischen Musikstilen entwickelte. Als vielseitige Sängerin und Instrumentalistin tourte Magali Ripoll mit Line Renaud, Emmanuel Moire, Richard Gotainer, Nâdiya und Lorie — für Letztere schrieb sie den Titel 'Ange et démon' — und entwickelte gleichzeitig einen Stil, der Varieté, frankophone Chanson und Popfarben verbindet. Ab 2011 gehörte sie zum Umfeld von Charles Aznavour und begleitete ihn auf Akkordeon und Keyboards bei zahlreichen Terminen in Frankreich und international; diese Zusammenarbeit endete mit dem Tod des Sängers. Parallel dazu wurde Magali Ripoll bereits 2007 Teil der Fernsehsendung N’oubliez pas les paroles! auf France 2, wo sie eine zentrale Rolle im Orchester einnimmt, die Kandidaten im Gesang führt und eine ausgeprägte Bühnenpräsenz rund um Akkordeon und Keyboard zeigt. Diese Fernsehaktivität ergänzt sich durch Projekte als Radiokolumnistin und Schauspielerin, in denen sie ihre Arbeit mit Coverversionen, musikalischer Parodie und der Weitergabe eines populären frankophonen Repertoires fortsetzt.