Lucrecia Dalt
Geboren in Pereira, Kolumbien, studierte Lucrecia Dalt zunächst Bauingenieurwesen und arbeitete in Medellín, bevor sie sich der Musik widmete — ein Werdegang, der teilweise die architektonische Dimension ihrer Kompositionen erklärt. Ihre ersten Aufnahmen erschienen Mitte der 2000er unter dem Namen Lucrecia, mit Acerca (2005) und Congost (2009), noch im Bereich elektronischer Musik. Nachdem sie nach Europa und später nach New Mexico gezogen war, entwickelte sich ihr Schreiben zu einer abstrakteren Form an der Schnittstelle von experimenteller Musik, Ambient, dekonstruktiver Popmusik und Klangkomposition. Unter ihrem vollständigen Namen veröffentlichte sie unter anderem Commotus (2012), Syzygy (2013), Ou (2015), Anticlines (2018), No Era Sólida (2020), ¡Ay! (2022) und A Danger to Ourselves (2025). Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Stimme, oft als bewegliches Material behandelt, mit zurückhaltenden Rhythmen, organischen Texturen und einer deutlichen Vorliebe für schräge narrative Formen. Sie hat außerdem mit Aaron Dilloway zusammengearbeitet und mehrere Filmmusiken komponiert, darunter The Seed und The Baby (2022) sowie Rabbit Trap (2025).
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